Guten Appetit!

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Der Berliner Konditor und Lebküchler Gustav Louis Zietemann erwirkte am 23. Februar 1832 die Genehmigung, sich als Konditor in Eberswalde niederzulassen. Am 1. April 1832 eröffnete er seine Konditorei und bot dort erstmals Eberswalder Spritzkuchen an. Ab 1842 lieferte er seine Spritzkuchen an den Bahnhof, wo seit dem 1. August die neue Bahnlinie Berlin–Stettin verkehrte. So wurden die Spritzkuchen ein Werbeträger für die Stadt und viele Reisende verbanden den Namen von Eberswalde mit den Spritzkuchen. Zum Gedenken an Zietemann steht heute eine Bronzestatue im Eberswalder Bahnhof. (Wikipedia)

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Je weniger Backbetriebe es in und um Eberswalde gibt, desto mehr ist der Spritzkuchen vom Verschwinden bedroht. Slow Food möchte ihn deshalb zur Unterstützung der Bäcker und ihrer Innung in die „Internationale Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität in Florenz aufnehmen lassen. Parallel dazu geht es um die Beantragung einer Geschützten Geografischen Herkunftsbezeichnung nach EU-Vorgaben, um sicherzustellen, dass Eberswalder Spritzkuchen auch wirklich in Eberswalde nach festgelegten Standards hergestellt werden muss, wenn er diesen Namen tragen darf. Ein Förderverein ist im Entstehen.


© Ulrich Rosenbaum 2014